…der macht uns oft das Leben schwer…
Tja…ist schon echt unglaublich, was man sich im Alter von 10 Jahren alles so für Schwachsinn reingezogen hat. Die liebe Marie hat mich netterweise an dieses Glanzlicht der deutschen TV-Geschichte erinnert. Als der Li-La-Launebär im Februar 1989 bei RTL auf Sendung ging, verbreitete sich die frohe Kunde des neuen Showformats mit extrem hohem Entertainmentfaktor wie ein Lauffeuer unter den 6-12-Jährigen. Zu dieser Zeit ging das noch über die oldschool Schulhof-Mund-zu-Mund-Propaganda – nix da SchülerVZ oder Knuddels.
Meine Eltern arbeiteten damals bereits ziemlich viel und von daher kann man sich denken, dass sie es am Wochenende genossen, erstmal vernüftig auszuschlafen. Heute kann ich das natürlich nachvollziehen… damals bestand das optimale Wochenende für mich und meine Schwester jedoch vor allem darin, Sonntag morgens so früh wie möglich aufzustehen, um auch bloß nicht den Li-La-Launebär zu verpassen. Das Problem war dabei jedoch, dass der Fernseher normalerweise im Schlafzimmer meiner Eltern stand. Der Wecker wurde also auf 07:00 morgens gestellt, damit auf jeden Fall genug Zeit für die Fernseh-Vorbereitungen einkalkuliert werden konnte: Zuerst gings auf Zehenspitzen ins Zimmer meiner Eltern. Dort entwickelte ich nach einer gewissen Zeit die besondere Kunst, den Fernseher mitsamt Antennenkonstruktion fast lautlos vom Stromkreislauf zu trennen und ohne einen Mucks über den Flur in unser Kinderzimmer zu befördern. Hierbei machte sich kurioserweise das Skateboard aus dem Baumarkt nützlich, das sich ansonsten aufgrund billigster Kugellager eher als Flop erwiesen hatte.
Wenn es die Glotze dann endlich ins Kinderzimmer geschafft hatte und nach einiger Antennen-Frickelarbeit auch noch ein Bild zu sehen war, dann kehrte bei uns Wochenendfeeling pur ein…vor allem wenn wir zusätzlich noch Übernachtungsbesuch von Luisa und Marie hatten….das war dann schon so gut wie ein Besuch beim Zirkus. Gebannt gaben wir uns den Geschichten von Metty und dem Launebär auf den Launespeicher hin………für mich ist das aus heutiger Sicht vollkommen unverständlich. Schließlich war der Launebär weder niedlich noch spannend geschweige denn irgendwie lustig. Eigentlich war der Launebär vollkommen spaßfrei (wie man auf dem unteren Video sieht)…und so ein bisschen gehörte ich auch damals schon zu den “Coolen”, da ich hauptsächlich an den zwischendurch ausgestrahlten Erfolgsserien wie “David, Der Kabauter” (wovon mir das Titellied wirklich super gefiel) und “Super Mario Bros. Show” interessiert war.
Nunja, ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass auch meine Eltern zumindest am Sonntagmorgen heilfroh waren, dass der Fernseher existierte…schließlich nervten wir nicht rum, machten uns unser Frühstück selbst und waren am Sonntag Abend auch ohne Meckerei früh genug im Bett…Check it out. Very exciting, I promise! Gäääähn………….
Direktlink zum Video auf Youtube
PS: Gott sei Dank hab ich dem Li-La-Launebär damals nix geschickt….mit dem Gedanken gespielt hatte ich aber schon
14
Okt
Das ist der Li-La-Launebär…
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