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	<title>vor-20-jahren.de &#187; taschengeld</title>
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	<description>Die 90er Jahre: Musikalisches, Kulturelles und Persönliches aus einer fast vergessenen Zeit</description>
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		<title>Leckmuschel oder Magic Gum? Taschengeld-Maximierung für Gewiefte&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 22:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>moritz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor 20 Jahren gab es noch die D-Mark. Davon bekam ich im Jahr 1989 so ca. eine halbe pro Woche als Taschengeld von meinen Eltern. Das war zwar nicht besonders viel, aber es reichte aus, damit ich mich ab und zu neben meinem ersten Hobby &#8211; Fernsehen gucken &#8211; meinem zweiten Hobby &#8211; Süßigkeiten auswählen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-210" title="brezeln1" src="http://www.vor-20-jahren.de/wordpress/wp-content/uploads/brezeln1.jpg" alt="brezeln1" width="92" height="121" />Vor 20 Jahren gab es noch die D-Mark. Davon bekam ich im Jahr 1989 so ca. eine halbe pro Woche als Taschengeld von meinen Eltern. Das war zwar nicht besonders viel, aber es reichte aus, damit ich mich ab und zu neben meinem ersten Hobby &#8211; Fernsehen gucken &#8211; meinem zweiten Hobby &#8211; Süßigkeiten auswählen, kaufen und aufessen &#8211; widmen konnte. Mein Faible für Weingummi, Brausepulver und andere Köstlichkeiten hatte ich wohl von meinem Vater Hans geerbt, der auch jetzt &#8211; 20 Jahre später &#8211; immer noch regelmäßig eine Tüte Haribo unterm Kopfkissen verstaut und meiner Mutter durch lautes Geknister die Nachtruhe raubt. Nunja&#8230;immer wenn es Montags Taschengeld gab ging ich mit den 50 Pfennig zum Bäcker Gerhardy und haute die ganze Kohle auf den Kopp. Meine Favourites von damals gibt es heute tatsächlich immer noch: grüne Frösche, salzige Lakritzbrezeln und die gelben Bananen, die außer mir irgendwie keiner mochte. Das absolute Highlight war aber Magic Gum, das leckere Weltraum-Knall-Knister-Kaugummi, das ich mir sonst für 15 Pfennig pro Packung leistete. Das knallte und prickelte wenn man es auf die Zunge gab. Mit dem Zeug fühlte man sich einfach cool! Mein Verlangen nach solchem Süßkram wurde immer größer und daher musste  eine alternative Geldquelle zu meinem stets leeren Sparschwein gefunden werden: Das Portemonnaie meiner Mutter. An die Geldbörse meines Vaters war leider nur schwer heranzukommen, da sie sich wirklich immer (und da gab es keine Ausnahme) in der rechten Hintertasche seiner Jeans befand. Meine Mutter ließ ihr Portmonnaie hingegen immer unbeachtet in ihrer Handtasche&#8230;sie vertraute mir und meiner Schwester halt. Was für ein Fehler! Es war für mich also ein Klacks zunächst immer nur ein paar Groschen zu mopsen. Irgendwann wollte ich jedoch mehr und wurde unverhältnismäßig gierig. Ganze 5 D-Mark, für mich damals ein halbes Vermögen, wanderten auf höchst illegalem Wege in meinen Besitz über. Ich wollte nicht, dass mich meine Eltern mit dem Geld erwischten bzw. irgendwie mitbekamen, dass ich plötzlich reich war. Ich konnte ja auch nicht einfach mit einer Riesen<img class="size-thumbnail wp-image-218 alignleft" title="magicgum2" src="http://www.vor-20-jahren.de/wordpress/wp-content/uploads/magicgum2-100x150.jpg" alt="magicgum2" width="100" height="150" />tüte Süßigkeiten zuhause aufkreuzen, das wäre aufgefallen. Also heckte ich einen teuflischen Plan aus. Bevor wir eines Sonntags zum Italiener Essen gingen, lief ich nach unten und deponierte den Heiermann neben dem Bordstein. Als wir dann gemeinsam los wollten rief ich: &#8220;Guck mal Mama, 5 Mark! Die darf ich jetzt behalten!&#8221; Da meine Eltern ja nun direkte Zeugen meiner Entdeckung wurden stand de<img class="alignright size-full wp-image-209" title="frosch2" src="http://www.vor-20-jahren.de/wordpress/wp-content/uploads/frosch2.jpg" alt="frosch2" width="108" height="74" />m natürlich nichts entgegen. Ich war happy und investierte die Kohle tags drauf direkt wieder in süße Leckereien. Ich hielt mich für tierisch gerissen, aber leider ging meine grandiose Taschengeld-Maximierungs-Idee nur ein mal wirklich gut. Ich bekam dummerweise den Hals nicht voll und als ich es eine Woche später wieder mit der selben Masche versuchte ging meinen Eltern ein Licht auf: &#8220;So viel Glück auf einmal kann man gar nicht haben!&#8221; Die nächsten Wochen gab&#8217;s also kein Taschengeld, meine Mutter passte besser auf ihr Geld auf und ich bekam höchstens noch irgendwo ne Leckmuschel ab. Die waren aber lange nicht so cool wie Magic Gum sondern eher was für Weicheier!</p>
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